Lernleitfaden · Fachlagerist

Fachlagerist Lernleitfaden

Lerne für Fachlagerist mit Prüfungsthemen, Übungsfragen, kostenlosem PDF, Video-Erklärung und zeitbegrenzten Mock-Tests.

Kostenlose Vorschau · FachlageristQ1
Welche Einschränkung gilt nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) für Jugendliche unter 18 Jahren beim Umgang mit schweren Lasten im Lagerbetrieb?
Richtig — A. Das JArbSchG (§ 22) verbietet, Jugendliche regelmäßig mit dem Heben, Tragen, Schieben oder Ziehen von Lasten zu beschäftigen, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit übersteigen oder ihre Gesundheit schädigen können. Gelegentliches Heben leichter Lasten ist erlaubt; regelmäßiges schweres Heben ist untersagt. Why the other options are incorrect: • Jugendliche dürfen maximal 5 kg eigenständig heben; alle schwereren Lasten sind grundsätzlich verboten: Eine pauschale 5-kg-Grenze ist im JArbSchG nicht festgelegt. Das Verbot knüpft an die gesundheitliche Gefährdung und die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit des Jugendlichen, nicht an einen starren Zahlenwert. • Jugendliche dürfen überhaupt keine Lasten im Lager bewegen und sind ausschließlich für Verwaltungsaufgaben zugelassen: Ein generelles Verbot jeglicher Lagertätigkeit für Jugendliche besteht nicht. Jugendliche können viele Lagertätigkeiten ausüben; nur gesundheitsgefährdende Tätigkeiten wie regelmäßiges schweres Heben sind verboten. • Für Jugendliche gelten im Lager dieselben Lastengrenzwerte wie für erwachsene Arbeitnehmer: Für Jugendliche gelten strengere Schutzvorschriften als für Erwachsene. Die Lastenhandhabungsverordnung richtet sich an Arbeitnehmer über 18 Jahre; Jugendliche sind über das JArbSchG zusätzlich und stärker geschützt.
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Lernplan

So lernst du für Fachlagerist

  1. Lies zuerst die Themenliste, damit du weißt, was die Prüfung abdeckt.
  2. Beantworte die kostenlosen Übungsfragen und lies jede Erklärung.
  3. Lade das PDF für die Wiederholung offline herunter.
  4. Nutze zeitbegrenzte Mock-Tests, sobald sich das freie Üben sicher anfühlt.

Themen zur Wiederholung

  • Die zentralen Themen und Fachbegriffe der Prüfung
  • Vorschriften, Normen und bewährte Verfahren
  • Praxisnahe Szenarien und die richtige Reaktion
  • Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Beispielfragen

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  1. Q1Welche Einschränkung gilt nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) für Jugendliche unter 18 Jahren beim Umgang mit schweren Lasten im Lagerbetrieb?

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    ✓ Richtige Antwort: Jugendliche dürfen nicht regelmäßig mit dem Heben, Tragen oder Bewegen von Lasten beschäftigt werden, wenn dies ihre Gesundheit gefährden kann

    Das JArbSchG (§ 22) verbietet, Jugendliche regelmäßig mit dem Heben, Tragen, Schieben oder Ziehen von Lasten zu beschäftigen, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit übersteigen oder ihre Gesundheit schädigen können. Gelegentliches Heben leichter Lasten ist erlaubt; regelmäßiges schweres Heben ist untersagt. Why the other options are incorrect: • Jugendliche dürfen maximal 5 kg eigenständig heben; alle schwereren Lasten sind grundsätzlich verboten: Eine pauschale 5-kg-Grenze ist im JArbSchG nicht festgelegt. Das Verbot knüpft an die gesundheitliche Gefährdung und die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit des Jugendlichen, nicht an einen starren Zahlenwert. • Jugendliche dürfen überhaupt keine Lasten im Lager bewegen und sind ausschließlich für Verwaltungsaufgaben zugelassen: Ein generelles Verbot jeglicher Lagertätigkeit für Jugendliche besteht nicht. Jugendliche können viele Lagertätigkeiten ausüben; nur gesundheitsgefährdende Tätigkeiten wie regelmäßiges schweres Heben sind verboten. • Für Jugendliche gelten im Lager dieselben Lastengrenzwerte wie für erwachsene Arbeitnehmer: Für Jugendliche gelten strengere Schutzvorschriften als für Erwachsene. Die Lastenhandhabungsverordnung richtet sich an Arbeitnehmer über 18 Jahre; Jugendliche sind über das JArbSchG zusätzlich und stärker geschützt.

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  2. Q2Wer darf die regelmäßige sicherheitstechnische Prüfung von Lagerregalen gemäß DIN EN 15635 durchführen?

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    ✓ Richtige Antwort: Eine vom Arbeitgeber beauftragte, sachkundige Person mit dem notwendigen Fachwissen

    Regale müssen durch eine sachkundige Person geprüft werden, die der Arbeitgeber beauftragt und die über das notwendige Fachwissen (z. B. durch Schulung) verfügt. Sie muss Schäden erkennen und deren Auswirkungen auf die Standsicherheit beurteilen können. Why the other options are incorrect: • Ausschließlich der Hersteller der Regale im Rahmen eines Wartungsvertrags: Eine Prüfpflicht durch den Hersteller besteht nicht; der Betreiber ist für die Durchführung der Prüfung verantwortlich. • Nur zugelassene Überwachungsstellen wie TÜV oder DEKRA: Zugelassene Überwachungsstellen sind für Regalprüfungen gesetzlich nicht vorgeschrieben; eine betriebsinterne sachkundige Person ist ausreichend. • Jeder Lagermitarbeiter eigenständig im Rahmen seiner täglichen Sichtkontrolle: Die tägliche Sichtkontrolle durch alle Lagermitarbeiter ergänzt die Prüfung, ersetzt sie aber nicht und setzt keine besondere Beauftragung voraus.

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  3. Q3Ein Arbeitnehmer ist seit 13 Jahren ununterbrochen im selben Unternehmen beschäftigt. Welche gesetzliche Mindestkündigungsfrist muss der Arbeitgeber bei einer ordentlichen Kündigung gemäß § 622 BGB einhalten?

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    ✓ Richtige Antwort: 5 Monate zum Ende eines Kalendermonats

    Nach § 622 Abs. 2 BGB verlängert sich die Kündigungsfrist des Arbeitgebers gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit. Ab 12 Jahren beträgt sie 5 Monate, ab 15 Jahren 6 Monate. Da der Arbeitnehmer 13 Jahre beschäftigt ist, greift die Stufe ab 12 Jahren: 5 Monate zum Monatsende. Why the other options are incorrect: • 4 Monate zum Ende eines Kalendermonats: 4 Monate gilt ab einer Betriebszugehörigkeit von 10 Jahren. Nach 12 Jahren verlängert sich die Frist auf 5 Monate, sodass bei 13 Jahren bereits diese Stufe einschlägig ist. • 6 Monate zum Ende eines Kalendermonats: 6 Monate gilt erst ab einer Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren. Mit 13 Jahren fällt der Arbeitnehmer noch in die 5-Monats-Stufe. • 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats: 3 Monate gilt ab einer Betriebszugehörigkeit von 8 Jahren. Bei 13 Jahren ist die Frist bereits auf 5 Monate angewachsen.

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  4. Q4Wie lange darf die Probezeit in einem Berufsausbildungsverhältnis gemäß dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) maximal betragen?

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    ✓ Richtige Antwort: Maximal 4 Monate

    § 20 BBiG legt fest, dass die Probezeit im Berufsausbildungsverhältnis mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate betragen darf. In dieser Zeit sollen beide Parteien prüfen, ob die Ausbildung den gegenseitigen Vorstellungen entspricht. Why the other options are incorrect: • Maximal 2 Monate: 2 Monate liegt im zulässigen Rahmen, ist aber nicht die gesetzliche Höchstdauer. Nach § 20 BBiG sind maximal 4 Monate erlaubt. • Maximal 6 Monate: 6 Monate ist die maximale Probezeit bei regulären Arbeitsverhältnissen (§ 622 Abs. 3 BGB), nicht bei Berufsausbildungsverhältnissen, für die § 20 BBiG gilt. • Maximal 12 Monate: 12 Monate überschreitet die gesetzlich zulässige Höchstdauer von 4 Monaten erheblich und wäre nach § 20 BBiG unwirksam.

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  5. Q5Welche rechtliche Konsequenz droht einer Person, die vorsätzlich die Wahl des Betriebsrats behindert oder die Arbeit des Betriebsrats absichtlich stört?

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    ✓ Richtige Antwort: Es liegt eine Straftat vor, die mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden kann.

    § 119 BetrVG stellt die vorsätzliche Behinderung von Betriebsratswahlen und die Störung der Betriebsratstätigkeit unter Strafe: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Why the other options are incorrect: • Es entsteht lediglich ein zivilrechtlicher Schadensersatzanspruch des Betriebsrats.: Neben etwaigen zivilrechtlichen Folgen liegt hier eine Straftat vor – der zivilrechtliche Aspekt allein erfasst die Rechtsfolge nicht vollständig. • Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld bis zu 10.000 Euro geahndet wird.: Die Behinderung des Betriebsrats ist keine bloße Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat nach § 119 BetrVG. • Es handelt sich ausschließlich um einen arbeitsrechtlichen Pflichtverstoß ohne weitere Sanktionen.: Der Gesetzgeber hat die vorsätzliche Behinderung des Betriebsrats ausdrücklich unter Strafe gestellt; sanktionslose Pflichtverstöße sind hier nicht zutreffend.

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  6. Q6Ein Handwerksbetrieb überträgt seiner Hausbank das Eigentum an seinen Betriebsmaschinen als Kreditsicherheit, nutzt die Maschinen jedoch weiterhin täglich im Betrieb. Welche Kreditsicherheit liegt vor?

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    ✓ Richtige Antwort: Sicherungsübereignung

    Bei der Sicherungsübereignung wird das Eigentum an der Sache durch ein Besitzkonstitut auf die Bank übertragen, während der Kreditnehmer unmittelbarer Besitzer bleibt und die Sache weiterhin nutzen kann. Why the other options are incorrect: • Pfandrecht: Beim Pfandrecht gilt das Faustpfandprinzip: Die Sache muss physisch an den Gläubiger übergeben werden; eine Weiternutzung durch den Schuldner ist nicht möglich. • Abtretung (Zession): Die Abtretung (Zession) betrifft die Übertragung von Forderungen (Rechten), nicht von körperlichen Gegenständen wie Maschinen. • Grundschuld: Die Grundschuld ist ein Grundpfandrecht und belastet ausschließlich Grundstücke oder Immobilien, keine beweglichen Wirtschaftsgüter.

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