Prüfungsfragen · Büromanagement IHK

Büromanagement IHK Prüfungsfragen

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Welche Art von Bilanzveränderung beschreibt der Buchungssatz 'Soll: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Haben: Bank'?
Richtig — B. Verbindlichkeiten aLuL sind ein Passivkonto: Buchung im Soll bedeutet Verminderung der Schuld. Das Bankkonto ist ein Aktivkonto: Buchung im Haben bedeutet Verminderung des Guthabens. Da Aktiva und Passiva gleichzeitig sinken, liegt eine Bilanzverkürzung vor. Why the other options are incorrect: • Aktivtausch – zwei Aktivkonten werden gleichzeitig erhöht und vermindert.: Beim Aktivtausch sind beide beteiligten Konten Aktivkonten (z. B. Kasse an Bank). Hier ist jedoch ein Passivkonto beteiligt. • Bilanzverlängerung – Aktiva und Passiva erhöhen sich gleichzeitig.: Bei einer Bilanzverlängerung steigen Aktiva und Passiva gleichzeitig, z. B. beim Warenkauf auf Ziel. Im vorliegenden Fall sinken beide Seiten. • Passivtausch – zwei Passivkonten werden gegeneinander verrechnet.: Beim Passivtausch wären beide Konten Passivkonten. Das Bankkonto ist jedoch ein Aktivkonto.
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Büromanagement IHK Fragen

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  1. Q1Welche Art von Bilanzveränderung beschreibt der Buchungssatz 'Soll: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Haben: Bank'?

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    ✓ Richtige Antwort: Bilanzverkürzung – ein Passivkonto (Schuld) und ein Aktivkonto (Vermögen) werden gleichzeitig vermindert.

    Verbindlichkeiten aLuL sind ein Passivkonto: Buchung im Soll bedeutet Verminderung der Schuld. Das Bankkonto ist ein Aktivkonto: Buchung im Haben bedeutet Verminderung des Guthabens. Da Aktiva und Passiva gleichzeitig sinken, liegt eine Bilanzverkürzung vor. Why the other options are incorrect: • Aktivtausch – zwei Aktivkonten werden gleichzeitig erhöht und vermindert.: Beim Aktivtausch sind beide beteiligten Konten Aktivkonten (z. B. Kasse an Bank). Hier ist jedoch ein Passivkonto beteiligt. • Bilanzverlängerung – Aktiva und Passiva erhöhen sich gleichzeitig.: Bei einer Bilanzverlängerung steigen Aktiva und Passiva gleichzeitig, z. B. beim Warenkauf auf Ziel. Im vorliegenden Fall sinken beide Seiten. • Passivtausch – zwei Passivkonten werden gegeneinander verrechnet.: Beim Passivtausch wären beide Konten Passivkonten. Das Bankkonto ist jedoch ein Aktivkonto.

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  2. Q2Welches der folgenden Beispiele beschreibt typische 'Anderskosten' in der Kosten- und Leistungsrechnung?

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    ✓ Richtige Antwort: Kalkulatorische Abschreibungen, die aufgrund abweichender Nutzungsdauer von den bilanziellen Abschreibungen abweichen

    Anderskosten entstehen, wenn ein Aufwand sowohl in der Finanzbuchhaltung als auch in der KLR erfasst wird, jedoch in unterschiedlicher Höhe – wie kalkulatorische Abschreibungen, die nach wirtschaftlicher statt steuerlicher Nutzungsdauer berechnet werden. Why the other options are incorrect: • Kalkulatorischer Unternehmerlohn für den Inhaber eines Einzelunternehmens: Der kalkulatorische Unternehmerlohn ist ein Beispiel für Zusatzkosten: Er hat kein Gegenstück in der Finanzbuchhaltung, da der Inhaber kein Gehalt als Aufwand bucht. • Kalkulatorische Wagnisse für selbst getragene Risiken ohne Versicherungsschutz: Kalkulatorische Wagnisse für selbst getragene Risiken ohne Versicherungsschutz sind ebenfalls Zusatzkosten, da sie in der Finanzbuchhaltung überhaupt nicht als Aufwand erscheinen. • Tatsächlich gezahlte Gehälter an Mitarbeiter: Tatsächlich gezahlte Gehälter sind Grundkosten (Zweckaufwand), da sie in FiBu und KLR in gleicher Höhe erscheinen – kein Unterschied, also keine Anderskosten.

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  3. Q3Ein Industrieunternehmen hat folgende Kostendaten erfasst: Materialeinzelkosten 50.000 €, Materialgemeinkosten 10.000 €, Fertigungseinzelkosten 80.000 €, Fertigungsgemeinkosten 40.000 €. Wie hoch sind die Herstellkosten?

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    ✓ Richtige Antwort: 180.000 €

    Herstellkosten = Materialeinzelkosten (50.000 €) + Materialgemeinkosten (10.000 €) + Fertigungseinzelkosten (80.000 €) + Fertigungsgemeinkosten (40.000 €) = 180.000 €. Alle vier Kostenarten gehen in die Herstellkosten ein. Why the other options are incorrect: • 130.000 €: 130.000 € ergibt sich, wenn nur die Einzelkosten addiert werden (50.000 + 80.000). Die Gemeinkosten (10.000 + 40.000 = 50.000 €) fehlen. • 140.000 €: 140.000 € entsteht, wenn die Fertigungsgemeinkosten (40.000 €) nicht berücksichtigt werden: 50.000 + 10.000 + 80.000 = 140.000 €. • 90.000 €: 90.000 € entspricht keiner sinnvollen Teilberechnung der Herstellkosten und lässt sich nicht nachvollziehbar ableiten.

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  4. Q4Welche der folgenden Kontengruppen besteht ausschließlich aus Erfolgskonten?

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    ✓ Richtige Antwort: Mietaufwand, Gehälter und Löhne, Zinsertrag

    Mietaufwand und Gehälter/Löhne sind Aufwandskonten, Zinsertrag ist ein Ertragskonto. Alle drei gehören zur Gruppe der Erfolgskonten, da sie das Periodenergebnis (Gewinn oder Verlust) direkt beeinflussen und am Jahresende über das Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen werden. Why the other options are incorrect: • Kasse, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Umsatzerlöse: Kasse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Aktivkonten (Bestandskonten) und gehören damit nicht zu den Erfolgskonten. Lediglich Umsatzerlöse ist ein Erfolgskonto – die Gruppe ist also gemischt. • Bankguthaben, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Warenbestand: Bankguthaben, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Warenbestand sind ausschließlich Bestandskonten (Aktiv- bzw. Passivkonten). Keines davon beeinflusst das Periodenergebnis direkt. • Eigenkapital, Darlehensverbindlichkeiten, Abschreibungen auf Sachanlagen: Eigenkapital und Darlehensverbindlichkeiten sind Passivkonten (Bestandskonten). Abschreibungen auf Sachanlagen sind zwar Aufwandskonten, die Gruppe als Ganzes enthält jedoch Bestandskonten und ist daher nicht ausschließlich aus Erfolgskonten zusammengesetzt.

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  5. Q5Welche zentrale Pflicht ergibt sich für Arbeitgeber aus der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) in Deutschland?

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    ✓ Richtige Antwort: Arbeitgeber sind verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und geeignete Schutzmaßnahmen für den Umgang mit Gefahrstoffen festzulegen.

    Kernpflicht der GefStoffV ist die Gefährdungsbeurteilung: Der Arbeitgeber muss ermitteln, welche Gefahrstoffe im Betrieb vorhanden sind, welche Risiken sie für Beschäftigte und Umwelt darstellen, und daraus geeignete Schutzmaßnahmen ableiten (Substitutionsprüfung, technische, organisatorische, persönliche Schutzmaßnahmen). Why the other options are incorrect: • Alle im Betrieb vorhandenen Gefahrstoffe müssen innerhalb von zwölf Monaten vollständig durch harmlose Alternativen ersetzt werden.: Eine Pflicht zum vollständigen Ersatz aller Gefahrstoffe innerhalb von zwölf Monaten besteht nicht. Die GefStoffV verlangt eine Substitutionsprüfung – falls eine ungefährlichere Alternative technisch und wirtschaftlich vertretbar ist, soll sie bevorzugt werden. • Die GefStoffV schreibt vor, dass Gefahrstoffe ausschließlich durch Beschäftigte mit abgeschlossenem Chemiestudium verwendet werden dürfen.: Die GefStoffV sieht keine Qualifikationsvoraussetzung eines Chemiestudiums vor. Sie verlangt jedoch eine ausreichende Unterweisung der Beschäftigten über die vorhandenen Gefahrstoffe und die notwendigen Schutzmaßnahmen. • Gefahrstoffe müssen vor ihrem Einsatz beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt registriert werden.: Eine generelle Registrierungspflicht beim Gewerbeaufsichtsamt vor dem Einsatz von Gefahrstoffen existiert in dieser Form nicht. Es gibt spezifische Meldepflichten für bestimmte Tätigkeiten, aber keine allgemeine Vorab-Registrierung.

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  6. Q6Welches Konzept beschreibt die sogenannte 'Triple Bottom Line' in der nachhaltigen Unternehmensführung?

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    ✓ Richtige Antwort: Die gleichgewichtige Berücksichtigung von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen

    Die Triple Bottom Line (auch: Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit) verbindet wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Profit), soziale Verantwortung (People) und Umweltverträglichkeit (Planet) als gleichwertige Ziele nachhaltiger Unternehmensführung. Why the other options are incorrect: • Die drei Hauptkostenarten eines Betriebs: Personalkosten, Materialkosten und Gemeinkosten: Kostenarten sind ein Buchhaltungsbegriff. Die Triple Bottom Line ist ein Nachhaltigkeitskonzept ohne Bezug zur klassischen Kostenrechnung. • Die drei gesetzlichen Säulen des deutschen Umweltrechts: Die Triple Bottom Line ist kein Rechtsbegriff und bezieht sich nicht auf Gesetze, sondern auf ein unternehmerisches Steuerungsmodell. • Die drei Phasen einer Umweltprüfung: Planung, Durchführung und Auswertung: Planungsphasen beschreiben Projektmanagement. Die Triple Bottom Line ist ein strategisches Nachhaltigkeitsmodell, kein Prüfverfahren.

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  7. Q7Was bedeutet die Incoterm-Klausel 'CIF' (Cost, Insurance, Freight) bei internationalen Warenlieferungen?

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    ✓ Richtige Antwort: Der Verkäufer trägt Fracht- und Versicherungskosten bis zum vereinbarten Bestimmungshafen; das Risiko geht jedoch bereits beim Verladen im Abgangshafen auf den Käufer über

    Bei CIF zahlt der Verkäufer die Transportkosten und Versicherung bis zum genannten Bestimmungshafen. Das Risiko geht jedoch bereits im Abgangshafen beim Verladen auf den Käufer über – eine wichtige Besonderheit, die Kosten- und Gefahrtragung voneinander trennt. Why the other options are incorrect: • Der Käufer übernimmt alle Transport- und Versicherungskosten ab dem Versandort des Verkäufers: Wenn der Käufer alle Kosten ab Versandort trägt, entspricht das eher der Klausel FCA oder EXW, nicht CIF. • Sämtliche Transport- und Versicherungskosten werden zwischen Verkäufer und Käufer je zur Hälfte aufgeteilt: Eine hälftige Kostenteilung ist kein Inhalt einer Incoterm-Klausel; Incoterms legen klare Übergabepunkte fest, keine prozentualen Aufteilungen. • Der Verkäufer übernimmt alle Kosten und Risiken bis zur Übergabe der Waren im Lager des Käufers: Die vollständige Kosten- und Risikoübernahme bis zum Käuferlager entspricht der Klausel DDP (Delivered Duty Paid), nicht CIF.

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  8. Q8Ein Lieferant bietet folgende Zahlungsbedingung an: '2/10 netto 30'. Was bedeutet diese Angabe?

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    ✓ Richtige Antwort: Der Käufer kann insgesamt 30 Tage zahlen; leistet er die Zahlung innerhalb von 10 Tagen, gewährt der Lieferant 2 % Skonto

    Die Schreibweise '2/10 netto 30' bedeutet: 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, ansonsten ist der volle Betrag innerhalb von 30 Tagen fällig. Die erste Zahl ist der Skontosatz, die zweite die Skontofrist, 'netto' die Gesamtfälligkeit. Why the other options are incorrect: • Der Käufer muss innerhalb von 2 Tagen zahlen und erhält dann 10 % Skonto auf den Rechnungsbetrag: Hier sind Zahlungsfrist und Skontosatz vertauscht; die '2' steht für den Skontoprozentsatz, nicht für eine 2-Tage-Frist. • Der Käufer erhält 30 % Nachlass, wenn er innerhalb von 2 Tagen zahlt: Die '30' steht für die Netto-Zahlungsfrist in Tagen, nicht für einen Rabattprozentsatz von 30 %. • Der Käufer erhält 2 % Skonto, wenn er nach Ablauf von 30 Tagen zahlt: Skonto wird als Anreiz für frühzeitige Zahlung gewährt – also bei Zahlung vor Ablauf der Skontofrist, nicht danach.

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  9. Q9Auf dem Markt für Zuckerrüben stehen viele kleine landwirtschaftliche Erzeuger einem einzigen großen Lebensmittelkonzern als einzigem Abnehmer gegenüber. Welche Marktform liegt vor?

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    ✓ Richtige Antwort: Monopson

    Ein Monopson (Nachfragemonopol) liegt vor, wenn einem einzigen Nachfrager viele Anbieter gegenüberstehen. Der einzelne Abnehmer besitzt erhebliche Marktmacht und kann den Preis zu seinen Gunsten drücken. Why the other options are incorrect: • Monopol: Ein Monopol bezeichnet die Situation mit einem einzigen Anbieter – hier geht es jedoch um einen einzigen Nachfrager. • Oligopol: Ein Oligopol beschreibt wenige Anbieter gegenüber vielen Nachfragern; hier ist es genau umgekehrt. • Polypol: Ein Polypol steht für viele Anbieter und viele Nachfrager (vollständige Konkurrenz) – das ist hier nicht der Fall.

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  10. Q10Bei einem Gut steigt die Nachfrage überproportional mit wachsendem Einkommen der Verbraucher (Einkommenselastizität > 1). Wie werden solche Güter in der Wirtschaftstheorie bezeichnet?

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    ✓ Richtige Antwort: Superiore Güter (Luxusgüter)

    Superiore Güter (auch Luxusgüter) weisen eine Einkommenselastizität größer als 1 auf: Steigt das Einkommen um 1 %, steigt die Nachfrage um mehr als 1 %. Beispiele sind Luxusautos, Kreuzfahrten oder Designerkleidung. Why the other options are incorrect: • Inferiore Güter: Inferiore Güter haben eine negative Einkommenselastizität: Bei steigendem Einkommen sinkt ihre Nachfrage (z. B. Billigprodukte oder ÖPNV-Nutzung). • Komplementärgüter: Komplementärgüter beschreiben das Verhältnis zweier Güter, die gemeinsam konsumiert werden – das ist kein Konzept der Einkommenselastizität. • Giffen-Güter: Giffen-Güter sind ein Sonderfall inferiorer Güter mit paradoxem Preisverhalten (steigende Nachfrage bei steigendem Preis) – nichts mit überproportionalem Einkommenseffekt zu tun.

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